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Margen und Preisverantwortung im B2B

Wir haben dreizehn B2B-Unternehmen drei einfache Fragen gestellt. Wer beantwortet „Ist dieser Kunde profitabel?“. Gibt es eine Untergrenze unter Ihrem Preis. Wie wird ein Rabatt tatsächlich freigegeben. Hier ist jede Antwort, die wir bekommen haben.

Flash-Umfrage · Feldzeit 4.–9. September 2026 · 13 Antworten · selbstselektiert, keine Zufallsstichprobe

Dreizehn Antworten. Das ist eine Flash-Umfrage, keine Studie. Die Stichprobe ist selbstselektiert, und nur 6 der 13 sind Hersteller oder Distributoren, also der Markt, für den wir bauen. Wir veröffentlichen sie, weil das Muster darin schärfer war als erwartet, nicht weil die Zahl groß wäre. Jede Grafik unten zeigt die vollständige Anzahl. Nichts ist hochgerechnet, gewichtet oder auf eine größere Grundgesamtheit übertragen.

0 / 13

haben eine Margenuntergrenze, die tatsächlich bindet

7 / 13

können nicht klar sagen, wer die Frage nach der Rentabilität verantwortet

8 / 13

geben Sonderpreise ganz ohne Systemunterstützung frei

Was die dreizehn geantwortet haben

Einfachauswahl, sofern nicht anders vermerkt. Die Balkenlänge ist die Anzahl, sonst nichts, und die Anzahl steht neben jeder Beschriftung.

Gibt es eine Untergrenze — eine Mindestmarge oder ein Rabattlimit?

13 Antworten · Einfachauswahl

  • Ja, aber über Einzelfreigabe umgehbar6
  • Nein4
  • Nur Richtwert, nicht bindend2
  • Weiß nicht1

Kein einziges Unternehmen hat eine Untergrenze, die hält. Wo es eine gibt, kann eine Einzelfreigabe sie unterschreiten.

Wer beantwortet „Ist dieser Kunde profitabel?“

13 Antworten · Einfachauswahl

  • Controlling / FP&A5
  • Geteilt, keiner Rolle klar zugeordnet4
  • Wird nicht systematisch beantwortet3
  • CFO / Vertriebsleitung1

Gemessen wird, wer die Frage beantwortet — nicht wer das Budget hält oder Software kauft.

Wie wird ein Preis außerhalb der Standardkonditionen freigegeben?

13 Antworten · Einfachauswahl

  • Per E-Mail oder Telefon4
  • Keine formale Freigabe4
  • Workflow in ERP oder CRM2
  • Excel-Freigabeblatt1
  • Eigenentwickeltes Pricing-Tool1
  • Weiß nicht1

Acht von dreizehn geben per E-Mail, per Telefon oder gar nicht frei.

Worin wird ein Angebot kalkuliert?

13 Antworten · Mehrfachauswahl · 18 Nennungen

  • Excel6
  • ERP-Kalkulation4
  • Pricing-Tool4
  • Erfahrung und Verhandlung4

Nur in einem einzigen Unternehmen ist ein Pricing-Tool die alleinige Quelle, und das ist selbst gebaut. Ein Unternehmen kalkuliert in Excel, gibt aber im eigenen Tool frei.

Wie sichtbar ist die Marge?

13 Antworten · Einfachauswahl

  • Laufend, je Kunde und Artikel7
  • Monatlich im Reporting3
  • Nicht auf dieser Ebene2
  • Nur auf Anfrage, ad hoc1

Mehr als die Hälfte sieht die Marge laufend. Daran, ob die Untergrenze hält, ändert das nichts.

Worum es in den offenen Antworten ging

12 von 13 haben etwas geschrieben · nach Thema gruppiert

  • Verantwortungsvakuum, Angst vor der Entscheidung3
  • Kalkulationsbasis: Gemeinkosten, Konfigurationen, mehrfaktorielle Unsicherheit3
  • Politische Übersteuerung: Geschäftsführung überstimmt, Kunden gut dastehen lassen2
  • Tempo und Silos: Reporting-Verzug, Wartezeiten, Finance außen vor2
  • Diskutiert Margentreiber gern1
  • Gegensignal: Marge zählt nicht, Unit Economics schon1

Überwiegend organisatorisch, nicht technisch. Freitext ist nach Thema zusammengefasst und ohne Namensnennung zitiert.

Verantwortung und Untergrenze gekreuzt

Die beiden Fragen gekreuzt. Bei dreizehn Antworten sind die Zellen klein, lesen Sie sie als Anzahlen und nicht als Quoten.

Wer die Rentabilitätsfrage beantwortetWie ihre Untergrenze aussieht
Controlling / FP&A (5)5 × „ja, aber umgehbar“ — ausnahmslos
Geteilt (4)2 × Richtwert · 1 × umgehbar · 1 × keine
Nicht systematisch beantwortet (3)2 × keine · 1 × weiß nicht
CFO / Vertriebsleitung (1)keine

Wo das Controlling die Frage verantwortet, gibt es in 5 von 5 Fällen eine Untergrenze — und in 5 von 5 ist sie umgehbar. Mehr geben diese Zahlen nicht her. Ein allgemeines Muster „Verantwortung entscheidet die Regel“ gibt es nicht: das eine CFO-geführte Unternehmen hat keine Untergrenze, eines der vier „geteilt“ ebenfalls nicht, und „weiß nicht“ heißt unbekannt, nicht „keine Untergrenze“.

Das Problem ist die Durchsetzung, nicht die Sichtbarkeit.

Sieben der dreizehn sehen die Marge laufend, je Kunde und je Artikel. Von diesen sieben hat keines eine bindende Untergrenze — vier sind umgehbar, zwei sind Richtwerte, eines hat gar nichts. Vier von ihnen geben Preise informell oder gar nicht frei.

Größe hilft nicht. Alle drei Unternehmen über 500 Mio. € Umsatz haben eine umgehbare Untergrenze, zwei davon geben per E-Mail oder Telefon frei.

Die Lücke in dieser Stichprobe ist nicht, dass niemand die Marge sieht. Sie ist, dass das Sehen nichts ändert in dem Moment, in dem der Preis weggegeben wird.

Wer geantwortet hat

Umsatz

13 Antworten

  • 20–199 Mio. €5
  • unter 20 Mio. €4
  • über 500 Mio. €3
  • 200–499 Mio. €1

Branche

13 Antworten

  • Dienstleistung4
  • Handel und Distribution4
  • Sonstige2
  • Projektgeschäft1
  • Maschinenbau1
  • Serienfertigung1

Methode, und was das hier nicht zeigt

Quelle: Einreichungsexport vom 10. September 2026, n = 13.

Dreizehn Antworten sind ein Hinweis. Ihre eigenen Daten sind der Beleg.

Der Margin Scan stellt dieselben Fragen an Ihre echten Transaktionen statt an eine Umfrage und zeigt, wo Ihr Preis tatsächlich weggeht.

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